Coaching mit dem Schwert
Coaching soll effizient sein, es soll nachhaltig Veränderungen generieren, neue Handlungsspielräume öffnen, bisher ungenutzte Ressourcen aktivieren und über neue Erfahrungen anderes Verhalten ermöglichen.
Auf einen Punkt gebracht: wer in Coaching investiert, will ein Vielfaches des Investments in Form von “mehr an” zurückgewinnen: Leistung, Wirkungsgrad, Klarheit sollen sich signifikant steigern.
Warum Coaching mit dem Schwert?
Was man zunächst als “mittelalterliches Abenteuerspiel” belächeln könnte – erwachsene Führungskräfte im Anzug mit einem echten Schwert in der Hand – wird bereits nach kurzem Eindruck des Life-Coachings in der Erkenntnis münden:
Hier geht es um bodenständiges, hocheffizientes, punktgenaues Business-Coaching. Was sich im rein mental-rationalen Coaching i.d.R. erst nach zwei Sitzungen zeigt, wird bei dieser unkonventionellen Coachingtechnik oft bereits nach wenigen Minuten deutlich.
Hier geht es nicht um Kraftmeierei oder Kampf. Im Gegenteil.
Das Schwert versinnbildlicht wie wenig andere Metaphern im Coaching die provozierende Ambivalenz zweier Gegensätze: es ist ein Instrument zum töten, eine Angriffswaffe, genauso aber ein Symbol für Klarheit, Fokussierung, Grenzziehung und Souveränität.
Jeder Klient assoziiert – in Verbindung zu seinem Coaching-Anliegen – eine andere Symbolik. Bei der Suche nach Lösungen zeigt die Art und Weise, wie mit dem Schwert in Kontakt gegangen wird, das Entwicklungsthema auf:
- wie fasse ich das Schwert an, nehme es in Besitz, z.B. bei der Symbolik der eigenen Antriebskraft im Rahmen einer anstehenden Veränderung?
- welche Haltung habe ich zu den destruktiven Aspekten, die mir das Schwert spiegelt? Stehe ich dazu? Lehne ich sie ab oder habe ich sie bereits integriert?
- wie ist mein “Standing”: bin ich präsent, fokussiert, souverän oder eher wankelmütig, unsicher, verloren?
All das, was körpersprachlich, aber auch emotional und mental zum Ausdruck kommt, kann in Bezug auf das Anliegen reflektiert werden: was bedeutet das ganz konkret für meine Situation? Wie kann ich die Erfahrung ankern und umsetzen?
Eins ist sicher: das, was an Erkenntnis entsteht, hat nur sehr bedingt mit einem Gegenstand aus Federstahl mit Leder zu tun. Das, was der Klient nach dieser kurzen Sitzung für sich mitnimmt, ist bereits in ihm vorhanden und durch die Metapher ins Bewusstsein gerückt – in dem er es klar und verantwortungsvoll in seinen Alltag umsetzen kann – dann ohne Schwert, aber mit einer starken Erinnerung.

